Liebe Leserin, lieber Leser
schön, dass Sie mir schon mehr als eine Woche gefolgt sind. Inzwischen haben wahrscheinlich die meisten von Ihnen meinen Wahlflyer erhalten. Dort habe ich 3 Themenblöcke aufgeführt, die mir speziell wichtig sind:
- Nachhaltigkeit
- Vielfalt
- Wirtschaftlichkeit
Zu Beginn meiner kleinen „Serie“ möchte ich heute ein paar Gedanken zum Thema Nachhaltigkeit darlegen… die anderen Themenblöcke folgen in den nächsten Tagen.

Entscheidungen im Gemeinderat einer Gemeinde wie Spreitenbach haben meistens kurz- und langfristige Auswirkungen. In der heutigen Politik wird sehr stark auf die kurzfristigen Auswirkungen fokussiert, weil dies den Steuerfuss des kommenden Jahres oder die Wiederwahlchancen oder sonst ein kurzfristiges Ziel betrifft.
Mein Anspruch ist, bei Entscheidungen nebst den kurzfristigen Auswirkungen auch die langfristigen Konsequenzen zu berücksichtigen. Ich möchte mir immer überlegen, in welchem Spreitenbach meine zukünftigen Enkel leben sollen, sofern sie in 30 Jahren noch hier leben würden. Und mit dieser Betrachtungsweise gewinnt natürlich ein haushälterischer Einsatz von Ressourcen – sei dies natürliche oder finanzielle – an Bedeutung.
Dass das Wachstum in Spreitenbach nicht einfach gleich weitergehen kann wie in den letzten 50 Jahren, soll die folgende Grafik verdeutlichen:

Das rasante Wachstum verdeutlichen auch diese Bilder von 1940, 1968 und heute:

Es ist offensichtlich, dass es nicht noch 50-100 Jahre so weiter gehen kann. Nullwachstum ist aber auch keine echte Option… in welche Richtung soll die Entwicklung gehen?
In den 60er- und 70er-Jahren war Spreitenbach eine Pioniergemeinde in der Schweiz, was die Siedlungsentwicklung betrifft. Früher als anderswo wurde hier in die Höhe gebaut und Quartiere wie die Schleipfe, Langäcker und Rotzenbühl waren in der Schweiz damals ziemlich einzigartig.
Warum soll Spreitenbach beim künftigen Wachstum nicht wieder eine Pionierrolle übernehmen und Siedlungen fördern, welche auf die Bewohner fokussiert sind, Begegnungsorte mit vielen Pflanzen enthalten, sowie nachhaltig und langfristig ausgerichtet sind? Mit der Umweltarena haben wir ja in unserem Ort schon ein sehr gutes Leuchtturmprojekt im Bereich Nachhaltigkeit…
Ein Beispiel wie städtische Siedlungen in der Zukunft aussehen könnten, habe ich kürzlich auf der Seite des World Economic Forum am Beispiel Singapur gesehen – Wohnhäuser mit viel Grün und Freiraum für die Menschen.
https://www.weforum.org/videos/20245-singapore-has-an-innovative-new-way-to-design-its-buildings

Es ist futuristisch und scheint utopisch… aber warum nicht in Spreitenbach erste Schritte in diese Richtung unternehmen?