5. März – Kandidatenporträt in der Limmatwelle


Falls Sie die Kandidatenporträts in der Limmatwelle vom 4.3.2021 (Link) noch nicht gesehen haben: hier ist nochmals meine Vorstellung.

Nennen Sie in einem Satz Ihre politische Einstellung.Ich positioniere mich in der politischen Mitte, wobei ich bei Finanz- und Sozialthemen eher mitte-rechts und bei Umwelt- und Migrationsthemen eher mitte-links eingestellt bin. In gesellschaftlichen Fragen habe ich eine liberale Einstellung – basierend auf grösstmöglicher individueller
Freiheit und Selbstverantwortung.
Nachhaltigkeit sowie ein haushälterischer Umgang mit
natürlichen wie auch finanziellen
Ressourcen sind mir wichtige Anliegen.
Wie möchten Sie die Aussenwahr-nehmung von Spreitenbach verbessern?«Tue Gutes und sprich darüber»:
Dies ist mein Motto, um das Image
von Spreitenbach zu verbessern. Ich bin überzeugt, dass es in Spreitenbach ganz viel Positives gibt, dies aber ausserhalb der Gemeindegrenzen nicht registriert wird – dafür wird auf negative Ereignisse fokussiert.
Um dem entgegenzuwirken,
will ich einen guten Kontakt zu den
Medien etablieren und aktiv positive Storys lancieren, welche das Gute und die spannende Vielfalt Spreitenbachs betonen.
Was wäre als Gemeinderat Ihr grösstes Anliegen?Nach den Wirren der jüngeren Vergangenheit braucht Spreitenbach einen Gemeinderat, welcher vermehrt strategisch tätig ist und die Zukunft der Gemeinde aktiv gestaltet.
Hier will ich mitarbeiten und
Akzente setzen. Ein weiteres wichtiges Thema ist die Beziehung zwischen Schule und Gemeinde nach dem Wegfall der Schulpflege. Intern gilt es, die neue Stelle des Verwaltungsleiters gut zu etablieren, sodass der Gemeinderat vermehrt strategisch tätig sein kann.
Was hebt Sie von den anderen Kandidaten ab?Meine Ausbildung und Berufserfahrung: Als Ingenieur habe ich gute analytische Fähigkeiten und setze diese im Berufsalltag ein, um für komplexe Problemstellungen Lösungen
zu erarbeiten und umzusetzen.
Meine Art: Ich bin umgänglich,
sachlich, lösungsorientiert und
habe eine überlegte und unaufgeregte Herangehensweise bei neuen Themen.
Meine Führungserfahrung als
langjähriges Kadermitglied einer
international tätigen Aargauer Firma mit 1800 Mitarbeitern.
Wie sieht Ihre Finanzpolitik aus: sparen oder investieren?Ich unterscheide zwischen Investitionen und Ausgaben. Die Gemeinde muss investieren, um zukunftsfähig zu sein – dort dürfen wir uns nicht zu Tode sparen, aber auch keine Luxusinvestitionen tätigen.
Bei den beeinflussbaren Ausgaben
ist mir wichtig, dass die Steuer-franken der Spreitenbacherinnen und Spreitenbacher haushälterisch eingesetzt werden – da werde ich
durchaus kritisch hinschauen, wo
das Geld ausgegeben wird.
Wo sehen Sie die Chancen und Risiken der multikulturellen Bevölkerung von Spreitenbach?Für mich sind die Vielfalt und das
multikulturelle Umfeld ein Plus
Spreitenbachs – ohne die damit verbundenen Herausforderungen zu negieren. Ich unterstütze alles, was zu einer besseren Integration führt und das «Miteinanderleben» statt das «Nebeneinanderleben» in Spreitenbach fördert. Stichworte dazu sind: frühe Förderung der Sprachkompetenz bei Kindern, gute Rahmenbedingungen in Kindergarten und Schule sowie ein aktives Dorfleben, an dem sich alle beteiligen können
Wie stehen Sie zum Wachstum von
Spreitenbach als Agglomerations-gemeinde im Limmattal?
Die Lage, die gute Verkehrs-anbindung und die Limmattalbahn – der Wachstumsdruck in Spreitenbach wird bleiben. Für mich war in den letzten Jahren der Fokus aber zu stark auf quantitativem Wachstum.
Ich möchte bei zukünftigem Wachstum mehr die Aspekte der Qualität und Nachhaltigkeit berücksichtigen sowie immer auch die Frage stellen, was die Spreitenbacher Bevölkerung
vom Wachstum hat. Keine Wohnsilos, sondern Orte zum Leben – das soll Spreitenbach in Zukunft sein.